Updated: 27.04.2008; 13:10:49.


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In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders!

 

 Freitag, 4. April 2003

Ein Auszug aus einem Text, mir aus der Seele gesprochen:

".... 

  • Welche Bedeutung haben unterschiedliche Biografien und Lernbedingungen für den Schulerfolg von MigrantInnen?

Der in PISA verwendete Begriff "Migrationshintergrund" ist sicher aussagekräftiger als das traditionelle Kriterium "Staatsangehörigkeit". Zu hoffen ist aber, dass auch diese Pauschalformel weiter differenziert wird, so dass der Blick frei wird für verschiedene Formen der Benachteiligung und unterschiedliche Handlungsanforderungen. Denn Ingenieure und Manager in internationalen Unternehmen fallen genauso darunter wie aus Armut geflüchtete AnalfabetInnen, Familien aus einem anatolischen Dorf ebenso wie die aus Istanbul, griechische Kinder (mit einer traditionell hohen Bildungsaspiration) genau so wie sizilianische mit weniger Nähe zur Buchschule. Wir müssen also differenzieren nach verschiedenen Herkunftskulturen.

Wir dürfen die Schwierigkeiten in der Schule aber auch nicht reduzieren auf Sprachdifferenzen. Die hohe Korrelation der nationalen Herkunft mit sozio-ökonomischem Status in PISA hat gezeigt, dass die schwächeren Leistungen der sog. "MigrantInnen" nicht nur mit geringerer Sprachfähigkeit, sondern auch mit ihrem weit überproportionalen Anteil unterer sozialer Schichtzugehörigkeit zu tun haben können.

Und schließlich darf Sprachfähigkeit nicht an schriftsprachliche Normen gemessen werden (vgl. die Kritik an dem in Berlin zum Schulanfang eingesetzten Sprachtest "Bärenstark"). Selbst AkademikerInnen sprechen im Alltag nicht in ganzen Sätzen und auch deutsche Schulanfänger wurden in den 20er oder 50er Jahren nicht vom Schulbesuch zurück gestellt, nur weil sie Dialekt und kein Schriftdeutsch sprachen. Damit stellt sich die grundlegende Frage nach dem Verständnis von Förderung - als Training von "Voraussetzungen" bzw. Teilfertigkeiten oder als Erwerb "im Gebrauch" - eine Frage, die von IGLU nicht beantwortet werden kann, die aber rasch aufbrechen wird, wenn man von der Ebene der Globalaussagen ("Ausländerkinder brauchen eine besondere Förderung") auf die Ebene konkreter Handlungsanforderungen wechselt.

Damit werden die Grenzen der Empirie deutlich. Sowohl in eine tiefere Ausdeutung der Daten als auch in die Begründung von Folgerungen gehen theoretische Annahmen und normative Setzungen ein, zwischen denen durch eine Studie wie IGLU nicht entschieden werden kann.

Meine Sorge ist, dass der öffentliche Druck unter LehrerInnen die Tendenz verstärken wird, Kinder lernen "zu machen". Zum Maßstab werden dann kurzfristige, leicht ausweisbare Lerneffekte statt langfristiger Entwicklungsprozesse, und Evaluation schrumpft auf das Abtesten von Teilleistungen10. Selbstständiges Lernen in dem anspruchsvollen Sinn, wie es der Grundschulverband auf seiner Berliner Tagung im September 2002 vorgestellt hat11, steht in Gefahr in den Hintergrund zu geraten. In der Bildungspolitik droht analog die Tendenz, Schulen "lernen machen zu machen". Die Illusionen von Technologie- und Bürokratiemodellen schulischen Wandels hat der Deutsche Bildungsrat (1974) bereits vor 30 Jahren eindrücklich offen gelegt. Muss wirklich jede Generation alte Fehler immer wieder neu machen?"

Dr. Hans Brügelmann

Professor an der Gesamthochschule / Universität Siegen
Fachreferent im Grundschulverband für Fragen der Evaluation


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Bitte in Stein meißeln und nötigenfalls den Dumpfinterpreten von Statistiken aufs Haupt:

"Korrelationen sind heuristisch ein produktives Instrument: Sie regen die Bildung von Hypothesen an. Erklärungen aber erzeugen sie nicht."

[Der Grundschulverband]


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Liebe Spambots, schreibt eifrig an .gov und .mil ...

A picture named stopp-spam.gif

kjj@fuhwm.gov, xij@yyokbycbidnbtuvsrn.gov, guqu@lfibbawgw.mil, upwmj@gkgkglwpicjbhzxinndu.mil, bqcfqcaq@kbtkqafvxz.gov, zsqia@xrmxcjeqfweqdk.mil, fpr@zkcujpzazo.gov, zsol@hdzovb.mil, aovozzvh@xizxmeaukhihltll.mil, xbeskhk@ttdy.gov, bdiopyq@vugs.gov, cdsils@prpqfrprtkajwlgfbtd.mil, bvsifc@hgusvybye.mil, acgy@qysigvoanpugjowvj.mil, vdkyppopm@qxqnnwtpsxdccynhii.gov, gneioyrcme@rszdzapyowypjtjrvdxc.gov, zikulbaw@frcmndltzor.mil, lqf@rwswlikbxojfyvkfdyrx.gov, ahspjoggb@hhhsxdvig.mil, afzthhvc@bxlbfyigyhyzcpglq.gov


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Dazugelernt.

Nachdem die Amerikaner im Afghanistankrieg schon den einen oder anderen Taliban mit aus der Luft abgeworfenen Hilfsrationen zu Boden gestreckt haben, riskieren sie jetzt Blähungen der tödlichen Art im Irak. Weil sie aber lernfähig sind, sollen künftig Mini-Bomben und Hilfsrationen nicht mehr in der gleichen Farbe abgeliefert werden.

Und weil wir es drunter ja nicht tun, sollen die Bomben ihr traditionelles Gelb behalten, die Hilfsrationen jedoch künftig in frühlingshaftem Apricot daherkommen.

[WorldWideKlein - The Daily Durchblick]


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