Dienstag, 16. Dezember 2003
C64 Nostalgia Galore: Retro-Cracktro-Flashtros von Doc Snyder

[ via argh! ] Fantastische Sammlung von Flash-recodeten C64-Cracktros von Doc Snyder (der auch sonst tonnenweise 64er-Material auf seiner Seite hat). Look&Feel ist ohne Übertreibung perfekt. Whobble Scrolls, bounce scrolls, multi-way colorscroll bars. Kein Bildschirmrand! Quasi-vierspurige Sounds!!!

Beim Namen Doc Snyder klingelt was... war der dabei in der 64er-Szene?

Abgesehen vom Eagle Soft-Intro, das wohl jeder in den Mittsiebzigern geborene Gymnasiast kennt, hat bei mir vor allem das alte TRIAD-Intro Nostalgieschübe ausgelöst (der fette stehende Flanger-Bass, der im Fernseher immer übersteuert hat -- ein Ripoff davon haben wir damals für unser eigenes präpotentes Crack-Intro verwendet. (Scrolltext u.A.: "...brought to you by the totally awful MAfIA..." -- ein um einige Jahre älterer Gymnasiast hat mir dann den Unterschied zwischen "awful" und "awesome" erklärt.)

Besonders gut erinnern kann ich mich auch an das alte FAIRLIGHT-Intro, an dem ich damals einfach alles besch... gefunden habe: die rot-weiß-roten Nudelbalken, die Tagline ("Kill a commie for mommy"), zuviel attack auf dem bass, zuviel delay auf der melodielinie. Wie sich zeigt, gewinnt das Intro mit den Jahren. Massiv.

Aus gegebenem Anlass: ein Rob Hubbard-Schrein mit Demosammlungen.

/mf (Medienarchäologie, Misc./Fun)


 Samstag, 6. Dezember 2003
Für Martin

Leute mit dieser Argumentationsstruktur finden auch dieses gut.

P.S.: ernsthafteres Material folgt.

/mf (Pop, Misc.)


 Freitag, 5. Dezember 2003
Appearances to the mind are of four kinds

Florian Rötzer analysiert auf telepolis das residual self image deutscher Parteien und Medien, wie es in den Metatags der jeweiligen Seiten zum Ausdruck komment. Das inspiriert zu einem kleinen Feldversuch in österreichischen Gefilden. Auf der Seite der SPÖ versteckt sich folgende Description:

<META NAME="description" CONTENT="Der WWW Server der SPÖ ist ein Diskussions- und Informationsorgan der Sozialdemokratischen Partei Österreichs und will einen Beitrag zum freien politischen Diskurs.">

Einen Beitrag zum freien politischen Diskurs wünschen sich viele. Nur -- von wem könnte der kommen?

/mf (Webtechnologie, Misc.)


Challenge: The Victorian Internet

"What would the Victorians have made of the interweb? We need to know, for our own private, ahem, 'research' - show people your ideas on the messageboard." (link)

sehr lustig, auf den ersten blick. sehr viele seiten übrigens, meistens manipulierte gifs.

und eigentlich doch eine gute frage. wenn man sich erinnert, dass peirce um 1880 oder so seine wichtigsten gedanken in einer korrespondenz mit victoria lady welby niedergelgt hat.

george landow, hypertext-urgestein, hat übrigens seit langem ein kulturgeschichtliches "victorian web" angelegt.

/ml (Misc., Medienarchäologie)


 Mittwoch, 3. Dezember 2003
Das Gegenteil von gut...

...ist gut gemeint. Das gilt auch für den feedster:

(Ich habe geklickt.)

/mf (Misc.)


Scarfed!

The Unh! Project: eine Sammlung von Gutturallauten in Comics, inklusive Glossar für die passenden Geräusche in allen Lebenslagen. "Wurrrg" (s.o.) zeigt die Situation "yanked backwards with scarf". Weitere praktische Sprachspiele finden sich für "thrown through window (transfenestration)", "butt hit by book", "being kicked in face while airborne" und weitere. [via memepool]

/mf (Misc.)


 Sonntag, 30. November 2003
Medienwissenschaften: Umfang und Grenzen des theoretischen Diskurses

Aus: Nicolas Mahler: leicht beschädigte tiere, Wien: edition brunft, 1999, n.p.

/mf (Misc.)


 Donnerstag, 27. November 2003

wenn dieser text zu sehen ist, habe ich per e-mail einen blog-eintrag geschickt. revolutionär. der unterschied: man benutzt alternativ zum blog-interface das permanent verwendete mail-interface. vermutlich sind es verschiedene text-typen, die so gebloggt werden. the interface is the message (und vice versa).

gerade heute früh habe ich das blog schmerzhaft vermisst. und natürlich habe ich vergessen worum es ging. es war ein bruchstück, "die medien" betreffend, das ich gern in einen offenen raum gestellt hätte, für einen nicht-subjektiven denkprozess, der dann ohne mich weitergehen kann. das wäre fast schon durch den akt selbst gegeben: aus dem blog würde, glaube ich, das stück mich ganz anders anschauen. semantic webbing sozusagen, nicht klassifikatorisch-retrospektiv, sondern in actiion and in progress. das scheint mir vor allem die blog-idee zu sein.

ich muss meinen schreibstil ändern. das ist immer noch zu akademisch. (markus kann diesen blog-speak in bewundernswerter weise.)

/ml (Misc.)