<?xml version="1.0"?><!-- RSS generated by Radio UserLand v8.0.8 on Mon, 24 Dec 2007 10:52:38 GMT --><rss version="2.0">	<channel>		<title>There and Back Again</title>		<link>http://radio.weblogs.com/0134748/</link>		<description>Hier kein Ausgang aus der selbstverschuldeten Unm&amp;#252;ndigkeit!</description>		<language>de-de</language>		<copyright>Copyright 2007 Sebastian Lovens</copyright>		<lastBuildDate>Mon, 24 Dec 2007 10:52:38 GMT</lastBuildDate>		<docs>http://backend.userland.com/rss</docs>		<generator>Radio UserLand v8.0.8</generator>		<managingEditor>daten-schutz@gmx.net</managingEditor>		<webMaster>daten-schutz@gmx.net</webMaster>		<category domain="http://www.weblogs.com/rssUpdates/changes.xml">rssUpdates</category> 		<skipHours>			<hour>3</hour>			<hour>5</hour>			<hour>2</hour>			<hour>4</hour>			<hour>6</hour>			<hour>7</hour>			<hour>8</hour>			<hour>1</hour>			</skipHours>		<cloud domain="radio.xmlstoragesystem.com" port="80" path="/RPC2" registerProcedure="xmlStorageSystem.rssPleaseNotify" protocol="xml-rpc"/>		<ttl>60</ttl>		<item>			<title>Weihnachtsfreuden</title>			<link>http://radio.weblogs.com/0134748/2007/12/24.html#a247</link>			<description>&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Wer glaubt, dass die Marktwirtschaftinsofern optimal funktioniert, als sie die Grundversorgung mitfestnotwendigen G&amp;uuml;tern sichert, der m&amp;ouml;ge ab zwei Tage vor demFest, einschlie&amp;szlig;lich Heiligabendmorgen, versuchen, inBerlin-Mitte, -Kreuzberg oder -Neuk&amp;ouml;lln Folgendes zu erwerben: &lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;li&gt;Frische Minze,&lt;/li&gt;&lt;li&gt;frischen Thymian,&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Baumkerzen und &lt;/li&gt;&lt;li&gt;italienischen Brandy einer speziellen, aber nichtungew&amp;ouml;hnlichen Marke. &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Im &amp;Uuml;brigen: &lt;big&gt;&lt;big&gt;&lt;spanstyle=&quot;color: rgb(255, 0, 0);&quot;&gt;Frohes Fest!&lt;/span&gt;&lt;/big&gt;&lt;/big&gt; ;-)&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;</description>			<guid>http://radio.weblogs.com/0134748/2007/12/24.html#a247</guid>			<pubDate>Mon, 24 Dec 2007 10:51:46 GMT</pubDate>			<comments>http://radiocomments2.userland.com/comments?u=134748&amp;amp;p=247&amp;amp;link=http%3A%2F%2Fradio.weblogs.com%2F0134748%2F2007%2F12%2F24.html%23a247</comments>			</item>		<item>			<title>Verm&amp;ouml;gen korrekt bewerten</title>			<link>http://radio.weblogs.com/0134748/2007/02/09.html#a246</link>			<description>&lt;br&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Diegro&amp;szlig;e Koalition muss die Erbschaftssteuer gerechter regeln&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&quot;Was Du ererbt hast von Deinen V&amp;auml;tern, erwirb es, um es zubesitzen&quot;, dichtete Goethe im Faust. Eine hehre Vorgabe, von der imdeutschen Erb- und Eigentumsrecht nur &amp;uuml;brig geblieben ist, dassman grunds&amp;auml;tzlich zu versteuern hat, was man von irgendjemandemerbt. Mit welchem Anteil - dar&amp;uuml;ber schwelt seit Jahren Streit, dendas Bundesverfassungsgericht (BVerfG) vergangene Woche in dien&amp;auml;chste Runde bef&amp;ouml;rdert hat.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Erbschafts- und Schenkungssteuerrecht sieht vor, zun&amp;auml;chst denWert der Erbschaft zu ermitteln, von diesem dann nachVerwandtschaftsgraden abh&amp;auml;ngige Freibetr&amp;auml;ge abzuziehen undden Restwert nach einem progressiven, das hei&amp;szlig;t prozentualansteigenden Tarif zu versteuern. Die letzten beiden Schrittelie&amp;szlig; das BVerfG unangetastet. Es verwarf jedoch das Verfahren,mit dem der Wert der Erbschaft ermittelt wird. Das ma&amp;szlig;geblicheBewertungsgesetz orientiert sich zwar grunds&amp;auml;tzlich am sogenannten Verkehrswert, also dem Wert, den das entsprechendeVerm&amp;ouml;gen bei einer Ver&amp;auml;u&amp;szlig;erung erzielen w&amp;uuml;rde. BeiBargeld ist dies die konkrete Summe, bei Aktienbest&amp;auml;nden etwa derB&amp;ouml;rsenwert zum Tag der Erbschaft. Betriebsverm&amp;ouml;gen oderGrundeigentum hat aber keinen vergleichbaren aktuellen &quot;Marktpreis&quot;,weil ein konkretes Unternehmen oder ein Haus nicht t&amp;auml;glichbewertet wird. Bislang war daher etwa f&amp;uuml;r Grundeigentum&amp;uuml;berwiegend der Ertragswert, bei Betriebsverm&amp;ouml;gen derSteuerbilanzwert ma&amp;szlig;geblich.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dies f&amp;uuml;hrt zu deutlichen Ungleichbehandlungen etwa von Bargeld-und Betriebsverm&amp;ouml;gen, dessen Erbschaft je nach dersteuerbilanzrechtlichen Kreativit&amp;auml;t der Unternehmensf&amp;uuml;hrerunter Umst&amp;auml;nden gar nicht besteuert wurde. Kauft ein Unternehmenbeispielsweise teure Maschinen, kann diese Investition abgeschriebenwerden, was gem&amp;auml;&amp;szlig; Steuerbilanz den Wert des Betriebs senkt -die Maschinen sind aber noch da. Noch gravierender schl&amp;auml;gt derGesch&amp;auml;fts- oder Firmenwert zu Buche. Ein erfolgreiches Unternehmenmacht sich mit seinen Produkten einen Namen und bautGesch&amp;auml;ftsbeziehungen auf, die weitere Gewinne erwarten lassen.Insbesondere bei Dienstleistungsunternehmen ist dieser &quot;goodwill&quot;wesentlich wertvoller als der rein materielle Wert der G&amp;uuml;ter. Erwird aber erb- bzw. schenkungssteuerrechtlich nichtber&amp;uuml;cksichtigt. Die Erben erfolgreicher Unternehmen werden dadurchgegen&amp;uuml;ber den Betrieben, denen es nicht so gut geht, bevorzugt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Damit soll nach dem Willen des BVerfG aufgrund desverfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgebots nun bis sp&amp;auml;testensEnde 2008 Schluss sein - bis dahin gilt das alte Recht weiter. DieRichter haben dem bisherigen Erbschaftssteuerrecht &amp;uuml;belste Notenerteilt. Es sei wertungswiderspr&amp;uuml;chlich, vom Ansatz herungeeignet, v&amp;ouml;llig ungleichm&amp;auml;&amp;szlig;ig und willk&amp;uuml;rlich.Und dennoch lie&amp;szlig;en sie die M&amp;ouml;glichkeit offen, bei&quot;ausreichenden Gemeinwohlgr&amp;uuml;nden&quot; den Erwerb bestimmterVerm&amp;ouml;gensgegenst&amp;auml;nde zu beg&amp;uuml;nstigen. Dar&amp;uuml;ber,welche das in welchem Umfang sein k&amp;ouml;nnten, d&amp;uuml;rfte sich diegro&amp;szlig;e Koalition jedenfalls hinter den Kulissen heftig streiten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Union setzt sich schon seit langem daf&amp;uuml;r ein, dass der Erwerbvon Betriebsverm&amp;ouml;gen entlastet wird. Erben von Unternehmen ihrerEltern oder Gro&amp;szlig;eltern werden nun auch wie geplant von derErbschaftssteuer befreit, wenn sie den Betrieb zehn Jahre langfortf&amp;uuml;hren. Der SPD d&amp;uuml;rfte eher an einer tats&amp;auml;chlichgleichm&amp;auml;&amp;szlig;igen Besteuerung aller Verm&amp;ouml;gensarten gelegensein. Unstreitig sollen die Freibetr&amp;auml;ge wohl so ausgestaltet sein,dass das ber&amp;uuml;hmte Eigenheim der Eltern nahezu erbschaftssteuerfreibleibt. Und es steht zu erwarten, dass die Notare in den n&amp;auml;chstenMonaten sehr viel zu tun haben, weil die Erblasser die m&amp;ouml;glicherWeise schon vor 2008 h&amp;ouml;here Bewertung ihrer Betriebe oderGrundst&amp;uuml;cke vermeiden k&amp;ouml;nnen, indem sie die Objekte jetztrasch an ihre Erben verschenken.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ob und in welchem Umfang eine Erbschaft besteuert wird, dr&amp;uuml;ckt dasVerh&amp;auml;ltnis der Gesellschaft zur Dichotomie von Gleichheit undFreiheit aus. Unter Gleichheitsaspekten leidet jederErbschaftssteuersatz von unter 100 Prozent unter erheblichemBegr&amp;uuml;ndungsmangel. Es ist nicht darstellbar, warum ein Menschnicht aufgrund eigener Kraft, sondern durch den &amp;ouml;konomischenErfolg seiner Eltern reich wird, jemand mit &amp;auml;rmeren oder garkeinen Eltern aber &quot;Pech hat&quot;. Eine vollkommen freiheitliche Ordnunghingegen profitiert gar nicht davon, dass jemand stirbt undVerm&amp;ouml;genswerte hinterl&amp;auml;sst. Die Abstufungen dazwischenzeigen, in welchem Ma&amp;szlig;e der Gesetzgeber nach einem Tod das freiwerdende Kapital an die Allgemeinheit - von der es urspr&amp;uuml;nglichstammte - zur&amp;uuml;ckflie&amp;szlig;en lassen oder eine willk&amp;uuml;rlicheAkkumulation f&amp;ouml;rdern will. Das BVerfG verhindert jedenfallsf&amp;uuml;r die Zukunft, dass unterschiedliche Wege zum Wohlstand ungleichbehandelt werden. Man darf gespannt sein, inwieweit sich diegro&amp;szlig;e Koalition an dem Geist des Urteils ausrichtet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sebastian Lovens&lt;br&gt;&lt;br&gt;(&lt;a href=&quot;http://www.freitag.de/2007/06/07060502.php&quot;&gt;aus&lt;/a&gt; dem &lt;ahref=&quot;http://www.freitag.de&quot;&gt;Freitag&lt;/a&gt; von heute)&lt;br&gt;&lt;/div&gt;</description>			<guid>http://radio.weblogs.com/0134748/2007/02/09.html#a246</guid>			<pubDate>Fri, 09 Feb 2007 13:00:52 GMT</pubDate>			<comments>http://radiocomments2.userland.com/comments?u=134748&amp;amp;p=246&amp;amp;link=http%3A%2F%2Fradio.weblogs.com%2F0134748%2F2007%2F02%2F09.html%23a246</comments>			</item>		<item>			<title>Die heilige Ursula von der Seite gekachelt</title>			<link>http://radio.weblogs.com/0134748/2007/02/01.html#a245</link>			<description>&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src=&quot;http://radio.weblogs.com/0134748/images/2007/02/01/Kirchenrechnung.jpg&quot; width=&quot;748&quot; height=&quot;740&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot; hspace=&quot;15&quot; vspace=&quot;5&quot; alt=&quot;A picture named Kirchenrechnung.jpg&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;Ich bitte allerdings zu beachten,dass Reklamationen nur innerhalb von 8 Tagen nach Erhalt der Rechnungber&amp;uuml;cksichtigt werden k&amp;ouml;nnen!&lt;br&gt;&lt;br&gt;(Vielen Dank an D. f&amp;uuml;r dieses kirchen&amp;ouml;konomische Kleinod!)&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;</description>			<guid>http://radio.weblogs.com/0134748/2007/02/01.html#a245</guid>			<pubDate>Thu, 01 Feb 2007 01:37:46 GMT</pubDate>			<comments>http://radiocomments2.userland.com/comments?u=134748&amp;amp;p=245&amp;amp;link=http%3A%2F%2Fradio.weblogs.com%2F0134748%2F2007%2F02%2F01.html%23a245</comments>			</item>		<item>			<title>Archive der Datenschatten</title>			<link>http://radio.weblogs.com/0134748/2007/01/25.html#a244</link>			<description>Am 1. 1. 2007 einen Neujahrsgru&amp;szlig; aus dem Urlaub per SMSverschickt? Aha, der Absender war in der T&amp;uuml;rkei und dieRoaming-Kosten haben ihn nicht abgeschreckt. Die Empf&amp;auml;ngerinscheint ihm also wichtig zu sein. Wie viele Kontakte gab es denn in denletzten vier Monaten? - Vom Festnetztelefon aus mit einerausl&amp;auml;ndischen Botschaft gesprochen, und das zum dritten Mal inf&amp;uuml;nf Wochen? Moment! Wo will der hin? - Schon die dritte E-Mail aneine Beratungsstelle f&amp;uuml;r psychosoziale Hilfe gesandt? Na, dieZuverl&amp;auml;ssigkeit der Absenderin f&amp;uuml;r den &amp;ouml;ffentlichenDienst &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fen wir noch mal!&lt;br&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br&gt;Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, k&amp;ouml;nnen sichunter anderem Polizei und Staatsanwaltschaft mit diesen Fragentheoretisch bald vertieft besch&amp;auml;ftigen. Und ein naiver Schelm, werglaubt, dass die so genannten Verfassungsschutzeinrichtungen auf dieAntworten keinen Zugriff h&amp;auml;tten. M&amp;ouml;glich macht dies dieVorratsdatenspeicherung, die nach dem Willen von BundesjustizministerinBrigitte Zypries (SPD) schon bald in Deutschland nicht nur erlaubt,sondern verpflichtend sein soll. Gem&amp;auml;&amp;szlig; einesReferentenentwurfes aus ihrem Hause m&amp;uuml;ssten die Anbieter vonTelekommunikationsdienstleistungen speichern, wer mit wem im letztenhalben Jahr per Fest- oder Mobiltelefon Kontakt hatte. BeiMobilkontakten w&amp;uuml;rde auch der jeweilige Standort des Benutzersfestgehalten, die Aufzeichnung von Internetverbindungsdaten soll bis2009 folgen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das soziale Leben vollzieht sich immer pr&amp;auml;gnanter im virtuellenRaum: Millionen von Kurznachrichten und E-Mails sprechen ihre eigeneSprache. Kommunikation und soziale Interaktion jenseits von Telefonie,Mobilfunk, E-Mail-Verkehr etc. ist nur nachvollziehbar, indemk&amp;ouml;rperliche Bewegungen wahrgenommen werden: Wer hat wen wanngetroffen? Dies erfordert eine Observation unter hohem Aufwand, die beivielen das Missbehagen ausl&amp;ouml;sen w&amp;uuml;rde, geheimdienstlich&amp;uuml;berwacht zu werden. Ruft man dagegen jemanden an, scheint manunbeobachtet zu sein. Durch die Vorratsspeicherung aber l&amp;auml;sst sichnoch sechs Monate lang alles rekonstruieren, der mehrdimensionale Raumelektronischer Kommunikation wird kartografiert. Die Zeitr&amp;auml;ume derVerbindungen werden nachvollziehbar, durch die Standortbestimmung derMobilkontakte lassen sich Bewegungsprofile erstellen. Wer um 10 Uhreine Kurznachricht von Berlin aus verschickt hat und um 14 Uhr seineMailbox von Hamburg aus abh&amp;ouml;rt, wird wohl gereist sein.Schlie&amp;szlig;lich sieht die Vorratsdatenspeicherung vor, auch dieIP-Adressen von Internetzug&amp;auml;ngen aufzuzeichnen - individuelleNummern, die unabh&amp;auml;ngig vom Provider vergeben werden und denaufrufenden Rechner identifizieren. Schon mit einfachsten Mittelnl&amp;auml;sst sich dadurch belegen, wer wann wie lange eine Seiteaufgerufen hat. Davor sind auch die Besucher von Seelsorge- oderRechtsanwaltsseiten nicht gesch&amp;uuml;tzt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Vorratsdatenspeicherung markiert einen zweifachen Paradigmenwechselin der &amp;Uuml;berwachung. Zum einen bedient sich der Staat in weitausgr&amp;ouml;&amp;szlig;erem Ma&amp;szlig;e als bisher bei privaten Anbietern. DieDatenspuren jedes Telekommunikationsb&amp;uuml;rgers verbleiben f&amp;uuml;rein halbes Jahr bei den privaten Dienstleistern - ohne weitergehendepolitische Kontrolle und ohne die M&amp;ouml;glichkeit, etwa nach denVorschriften des Informationsfreiheitsgesetzes zu &amp;uuml;berpr&amp;uuml;fen,welche Daten gespeichert worden sind. Keine Datenschutzbeh&amp;ouml;rded&amp;uuml;rfte zudem &amp;uuml;ber ausreichende Mittel verf&amp;uuml;gen, um dendiskreten Umgang der Unternehmen mit den Daten sicherzustellen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zum anderen wird der Grundsatz aufgegeben, nach dem nur konkreteVerdachtsmomente es rechtfertigen, den B&amp;uuml;rger eines liberalenRechtsstaats &amp;uuml;berwachen zu d&amp;uuml;rfen. Das wird jetzt anders:Vollkommen verdachtsunabh&amp;auml;ngig werden bald die so genanntenDatenschatten all derjenigen archiviert, die sich zur Kontaktaufnahmenicht herk&amp;ouml;mmlicher Rauchzeichen bedienen. Im Gegensatz etwa zuder noch vor wenigen Jahren kontrovers diskutierten akustischenWohnraum&amp;uuml;berwachung (&quot;Gro&amp;szlig;er Lauschangriff&quot;), die lediglichder ohnehin grundrechtssensiblen Ausforschung vermeintlichVerd&amp;auml;chtiger diente, werden jetzt einfach alle &amp;uuml;berwacht.Angesichts der zunehmenden Bedeutung elektronischer Kommunikationh&amp;auml;tte ein vergleichbarer Anschlag auf die Intimsph&amp;auml;re vorzwanzig Jahren so ausgesehen, dass &amp;uuml;berall - am Alexanderplatzebenso wie im Schlafzimmer - ein Foto gemacht wird, sobald jemand denMund aufmacht. Damals w&amp;auml;re dies als absurd-komischeScience-Fiction gehandelt worden. Jetzt wird es bald zum Gesetzentwurfder gro&amp;szlig;en Koalition. Wahrscheinlich wird die Bundesregierungdarauf verweisen, sie setze nur Vorgaben aus Br&amp;uuml;ssel um - eineRichtlinie, die sie zuvor allerdings mit beschlossen und gegen die siekeine gemeinschaftsrechtlich motivierte Nichtigkeitsklage vor dem EuGHerhoben hat.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Apropos Rauchzeichen: Es gibt gute Gr&amp;uuml;nde anzunehmen, dass dieanderen Feinde einer liberalen Demokratie - Terroristen - sich von derVorratsdatenspeicherung nicht hindern lassen werden. Sie verwendeneinen Gutteil ihrer strategischen Intelligenz erfolgreich darauf, die&amp;Uuml;berwachungssysteme auszuhebeln.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Vorratsdatenspeicherung ist nur eine Ma&amp;szlig;nahme zur besserenKontrolle und &amp;Uuml;berwachung: So sieht das Telemediengesetz eineweitgehende Impressumspflicht vor, die m&amp;ouml;glicher Weise auch dieBetreiber von Weblogs treffen k&amp;ouml;nnte. Anonyme Weblogs, etwa zuMissst&amp;auml;nden in Unternehmen, werden so unm&amp;ouml;glich gemacht. Undvermutlich schon 2008 k&amp;ouml;nnte es ein zentrales Meldegesetz geben,demgem&amp;auml;&amp;szlig; die Daten der Bundesb&amp;uuml;rger einheitlich erfasstwerden. Dadurch w&amp;uuml;rde der interne Abgleich ebenso erleichtert wiedie Verbindung mit anderen Datenbanken, etwa denen derVorratsspeicherung. Sag mir, wo du wohnst und mit wem du Kontakt hast,und ich sage dir, wer du bist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wie weit die Desensibilisierung gegen&amp;uuml;ber der individuellenDatenspeicherung gediehen ist, zeigt ein Besuch der Websitewww.vorratsdatenspeicherung.de, die sich kritisch mit dem Themaauseinandersetzt. Ruft man sie auf, soll auf dem individuellen Computerdes Benutzers ein Cookie installiert werden, also eine kleine Datei,die dem Websitebetreiber theoretisch erm&amp;ouml;glicht, nachzuvollziehen,wer wann wie lange auf seiner Seite war. Nicht alle Internetnutzerlassen sich die Cookies zur &amp;Uuml;berpr&amp;uuml;fung anzeigen. Derwichtigste Verb&amp;uuml;ndete der technischen Erfassung ist dieGew&amp;ouml;hnung an sie.&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;SebastianLoven&lt;/span&gt;s&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;(aus dem &lt;a href=&quot;http://www.freitag.de&quot;&gt;Freitag&lt;/a&gt; von &lt;ahref=&quot;http://www.freitag.de/2007/04/07040702.php&quot;&gt;morgen&lt;/a&gt;)&lt;br&gt;</description>			<guid>http://radio.weblogs.com/0134748/2007/01/25.html#a244</guid>			<pubDate>Thu, 25 Jan 2007 17:53:42 GMT</pubDate>			<comments>http://radiocomments2.userland.com/comments?u=134748&amp;amp;p=244&amp;amp;link=http%3A%2F%2Fradio.weblogs.com%2F0134748%2F2007%2F01%2F25.html%23a244</comments>			</item>		<item>			<title>weihnachten 2006</title>			<link>http://radio.weblogs.com/0134748/2006/12/24.html#a243</link>			<description>&lt;table style=&quot;width: 100%; text-align: left;&quot; border=&quot;1&quot; cellpadding=&quot;2&quot;cellspacing=&quot;2&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;vertical-align: top;&quot;&gt;&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;flucht nach &amp;auml;gypten&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;br style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;nicht&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&amp;auml;gypten&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;ist&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;fluchtpunkt&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;der flucht.&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;br style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;das kind&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;wird gerettet&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;f&amp;uuml;r h&amp;auml;rtere tage.&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;br style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;fluchtpunkt&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;der flucht&lt;/span&gt;&lt;brstyle=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(204, 0, 0);&quot;&gt;ist das kreuz.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span style=&quot;color: rgb(0, 102, 0);&quot;&gt;Kurt Marti&lt;/span&gt;&lt;spanstyle=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br&gt;</description>			<guid>http://radio.weblogs.com/0134748/2006/12/24.html#a243</guid>			<pubDate>Sun, 24 Dec 2006 10:30:00 GMT</pubDate>			<comments>http://radiocomments2.userland.com/comments?u=134748&amp;amp;p=243&amp;amp;link=http%3A%2F%2Fradio.weblogs.com%2F0134748%2F2006%2F12%2F24.html%23a243</comments>			</item>		<item>			<title>In Schach halten</title>			<link>http://www.freitag.de/2006/47/06470402.php</link>			<description>&lt;br&gt;&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;FORDERUNG NACH NPD-VERBOT * Eineliberale Demokratie muss es aushalten k&amp;ouml;nnen, dass Splittergruppenauch mit nicht hoff&amp;auml;higen Parolen ihre Abschaffung fordern&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&quot;Verbieten, verbieten!&quot; schallt esjetzt wieder aus verschiedenen Ecken im Hinblick auf die NPD.Unappetitliche Neonazi-Aktionen wie der geplante Aufmarsch imbrandenburgischen Halbe am vergangenen Wochenende scheinen diesemVorsto&amp;szlig; Recht zu geben - tats&amp;auml;chlich steht es Deutschlandnicht gut zu Gesicht, wenn Neonazis am Vorabend des Volkstrauertages zuseinem gr&amp;ouml;&amp;szlig;ten Soldatenfriedhof patrouillieren. Aber - istder Ruf nach einem neuerlichen NPD-Verbotsverfahren mehr als einVorschlag, der seinen Charme daraus zieht, nur unter gr&amp;ouml;&amp;szlig;temAufwand abgelehnt werden zu k&amp;ouml;nnen? Und - wohin k&amp;ouml;nnte erf&amp;uuml;hren, ber&amp;uuml;cksichtigt man die Vorgeschichte?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein Blick zur&amp;uuml;ck: Bereits im Jahr 2000 stellten alle dazu befugtenBundesorgane - Parlament, Regierung und Bundesrat - jeweils eigeneAntr&amp;auml;ge beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG), dieNationaldemokratische Partei Deutschlands zu verbieten. Das Verfahrenstand unter keinem guten Stern: Zun&amp;auml;chst musste es mit siebenstatt mit acht Richtern durchgef&amp;uuml;hrt werden, weil diePr&amp;auml;sidentin des BVerfG, Jutta Limbach, nach Antragstellungausschied und ihre Nachfolgerin im Zweiten Senat, GertrudeL&amp;uuml;bbe-Wolff, nicht mehr ins laufende Verfahren nachr&amp;uuml;ckenkonnte. Dann kam der Paukenschlag: Im M&amp;auml;rz 2003 stellte das BVerfGdas Verfahren ein, weil der Staat nach Auffassung von drei Richtern zuviele V-Leute in den F&amp;uuml;hrungsebenen der NPD verankert hatte.Einerseits sei dadurch die Staatsferne der Parteien gef&amp;auml;hrdet, diedas Grundgesetz zwingend vorsehe. Andererseits k&amp;ouml;nne sich derStaat redlicher Weise nicht auf die Aussagen von Leuten berufen, diebei ihm in Lohn und Brot stehen. Drei von vier Richtern: Das reichtezur Verfahrenseinstellung, weil jede f&amp;uuml;r eine Partei nachteiligeEntscheidung in einem Verbotsverfahren mit einer Zwei-Drittel-Mehrheitgef&amp;auml;llt werden muss - ob es das Verbot selbst ist oder lediglichweitere Schritte dorthin.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Seitdem herrschte mittelschwere Ratlosigkeit unter den Vertretern deranderen Parteien. Karlsruhe hatte dem Staat mit VerveSt&amp;uuml;mperhaftigkeit bescheinigt und die H&amp;uuml;rden f&amp;uuml;r einneues Verbotsverfahren hoch gelegt. So ganz darauf verzichten, dieVerfassungsfeindlichkeit der NPD h&amp;ouml;chstrichterlich feststellen undden rechten Parteienrand dadurch verbieten zu lassen, wollten etlichejedoch nicht. Hinzu kamen Ermutigungen durch aktive oder ehemaligeBundesverfassungsrichter wie den Pr&amp;auml;sidenten des BVerfG,Hans-J&amp;uuml;rgen Papier, die - obwohl die Verfassung sie zurZur&amp;uuml;ckhaltung anh&amp;auml;lt - immer wieder darauf hinwiesen, es habesich ja lediglich um ein Verfahrensurteil gehandelt, eine Aussage inder Sache sei nicht getroffen. Mittlerweile ist die NPD in zweiLandtagen vertreten - Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern - und dieAntragsbef&amp;uuml;rworter wittern Morgenluft. Der Parteienstatus bringtder NPD bedeutende Vorteile: Ihre Abgeordneten erhalten staatlicheDi&amp;auml;ten, Landesverb&amp;auml;nde und Bundespartei ab einem gewissenWahlergebnis Wahlkampfkostenerstattung, Spenden sind steuerlichprivilegiert. Und was bei der Vorbereitung des NPD-Bundesparteitages inBerlin vor zwei Wochen besonders deutlich wurde: Einer Parteik&amp;ouml;nnen viel schwerer als anderen Organisationen Versammlungen,auch in &amp;ouml;ffentlichen Einrichtungen, untersagt werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;F&amp;uuml;r Politiker wie den Berliner Innensenator Ehrhart K&amp;ouml;rting(SPD) gute Gr&amp;uuml;nde, der NPD den Parteienstatus abzuerkennen unddamit die Privilegien zu entziehen. Auch der SPD-FraktionsvorsitzendePeter Struck ist daf&amp;uuml;r. Bei den Gegnern &amp;uuml;berwiegt dieSkepsis, ob ein erneuter Verbotsantrag Erfolg h&amp;auml;tte. W&amp;auml;hrendBundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) sich noch eindeutiginhaltlich positioniert, indem sie dem politischen Kampf gegen dieNeonazis den Vorzug gibt, bef&amp;uuml;rchten FDP-Chef Guido Westerwelle,Bayerns Innenminister G&amp;uuml;nther Beckstein (CSU) und derbaden-w&amp;uuml;rttembergische Ministerpr&amp;auml;sident Oettinger (CDU) einezweite Niederlage in Karlsruhe, die dann auch inhaltlich begr&amp;uuml;ndetw&amp;auml;re und als Persilschein f&amp;uuml;r die NPD durchgehen k&amp;ouml;nnte.Vorher m&amp;uuml;sste das Verfahren gewiss abgesichert werden - durch denAbzug aller V-Leute, den die Verfassungssch&amp;uuml;tzer noch nichtbest&amp;auml;tigt durchgef&amp;uuml;hrt haben. Eventuell auch durch eine&amp;Auml;nderung der verfassungsgerichtlichen Verfahrensordnung, die imHinblick auf die Dauer und die n&amp;ouml;tigen Mehrheiten den Erfolg einesParteiverbotsverfahrens, wenn man es gedanklich durchgespielt,unwahrscheinlich erscheinen lassen. Jedenfalls letzteres b&amp;ouml;te derNPD ein Einfallstor f&amp;uuml;r die Kritik, der Rechtsstaat m&amp;uuml;sseerst seine eigenen Vorgaben &amp;auml;ndern, um sie verbieten zuk&amp;ouml;nnen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bemerkenswerter Weise setzt sich kaum ein Akteur mit den inhaltlichenMa&amp;szlig;st&amp;auml;ben des BVerfG auseinander, die ein erneuterVerbotsantrag jenseits verfahrensrechtlicher Probleme erf&amp;uuml;llenm&amp;uuml;sste. Jene hat das Gericht auch nicht erst vor drei, sondernbereits vor 50 Jahren aufgestellt: In den ersten und einzigenerfolgreichen Parteiverbotsverfahren, gegen die SozialistischeReichspartei (SRP) 1952 und die Kommunistische Partei Deutschlands(KPD) 1956. Damals entschied das Gericht, eine Partei m&amp;uuml;sse nichtnur gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung derBundesrepublik sein, sondern hierzu eine aggressiv k&amp;auml;mpferischerHaltung an den Tag legen, die eine tats&amp;auml;chliche politischeRelevanz der Agitation und Propaganda nach sich z&amp;ouml;ge. Die rechteSRP wurde letztlich als Nachfolgeorganisation der NSDAP verboten. Kannman, will man das von der NPD wirklich behaupten?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der NPD einen ma&amp;szlig;geblichen Einfluss auf rechtsextreme Straftatenmit verfassungsfeindlichem Hintergrund nachzuweisen, d&amp;uuml;rfte schwersein. Wie wenig Chancen Neonazis haben, selbst ihr Recht aufDemonstrationsfreiheit aus&amp;uuml;ben zu k&amp;ouml;nnen, hat sich zum 60.Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 2005 in Berlin ebenso eindrucksvollgezeigt wie am vergangenen Wochenende in Brandenburg, als sie nachSeelow ausweichen mussten. Allenfalls das Konzept der &quot;Nationalbefreiten Zonen&quot;, also von Gebieten, in denen das staatlicheGewaltmonopol durch faktische Neonazi-Herrschaft beeintr&amp;auml;chtigtwird, deutet auf die vom BVerfG geforderte aggressiveVerfassungsfeindlichkeit hin. Zur Zeit sieht es jedoch nicht so aus,als ob es der NPD gel&amp;auml;nge, dies in gr&amp;ouml;&amp;szlig;erem Umfangdurchzusetzen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Eine liberale Demokratie, auch wenn sie sich immer wieder ihrer eigenenWehrhaftigkeit versichern sollte, muss es aushalten k&amp;ouml;nnen, dassSplittergruppen auch mit nicht hoff&amp;auml;higen Parolen ihre Abschaffungfordern. Wahlkampfkostenerstattung und Di&amp;auml;ten sind diehinzunehmende Kehrseite der Medaille, auf deren Vorderseite dasVertrauen in die Selbstreinigungskr&amp;auml;fte des demokratischenDiskurses steht. Ein wenig ausgereiftes Verst&amp;auml;ndnis deswechselseitigen Verh&amp;auml;ltnisses zwischen Staat und Parteiendokumentiert derjenige, der die Parteienprivilegien als Grund f&amp;uuml;rdas Verbot anf&amp;uuml;hrt. Sie gelten f&amp;uuml;r alle Parteien im gleichenMa&amp;szlig;e.&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div style=&quot;text-align: right;&quot;&gt;Sebastian Lovens&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;(aus dem &lt;a href=&quot;http://www.freitag.de&quot;&gt;Freitag&lt;/a&gt; von morgen)&lt;br&gt;</description>			<guid>http://radio.weblogs.com/0134748/2006/11/23.html#a241</guid>			<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 21:19:19 GMT</pubDate>			<comments>http://radiocomments2.userland.com/comments?u=134748&amp;amp;p=241&amp;amp;link=http%3A%2F%2Fradio.weblogs.com%2F0134748%2F2006%2F11%2F23.html%23a241</comments>			</item>		<item>			<title>In der Zwangsjacke</title>			<link>http://radio.weblogs.com/0134748/2006/10/21.html#a240</link>			<description>&lt;div style=&quot;text-align: justify;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;div style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-style: italic;&quot;&gt;Schwundstufe&lt;/span&gt;* Die Politik der gro&amp;szlig;en Koalition stimmt unzufrieden, &lt;br&gt;SPD und CDU/CSU verlieren W&amp;auml;hler. &lt;br&gt;Das Wahlrecht zu ver&amp;auml;ndern, scheint ein eleganter Ausweg.&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;Durchzuregieren - mit diesem Anspruch trat Angela Merkel dieKanzlerinnenschaft an. Gro&amp;szlig;e Koalition, das klang nach den bestenVoraussetzungen daf&amp;uuml;r. 448 von 614 Sitzen im Bundestag: Das sahnach einer zur Sattheit tendierende Stabilit&amp;auml;t aus, inklusive derM&amp;ouml;glichkeit, die Verfassung zu &amp;auml;ndern. Der Bundesrat, seitJahrzehnten als Blockadeinstrument der jeweiligen Bundesoppositiongegei&amp;szlig;elt, war neutralisiert: Auch hier haben Union und SPDjedenfalls informell das Sagen. Sch&amp;ouml;ne Aussichten also, umdurchzuregieren.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Aber es kam anders. Ein Jahr nach der Wahl hangelt sich die gro&amp;szlig;eKoalition von Krise zu Krise. W&amp;auml;re die Gesundheitsreformgescheitert, st&amp;uuml;nden vielleicht bald Neuwahlen an. DerEx-Minister-in-spe Edmund Stoiber (CSU) griff am vergangenen Wochenendebeim CSU-Parteitag in Augsburg die SPD und insbesondere ihrenVorsitzenden Kurt Beck an, als habe sich der Gegensatz zwischen denbeiden Volksparteien nicht wenigstens f&amp;uuml;r eine Legislaturperiodein eine Zweckgemeinschaft umgewandelt. Der Machtkampf zwischenBundeskanzlerin Merkel und den Ministerpr&amp;auml;sidenten der Union istmit H&amp;auml;nden greifbar, w&amp;auml;hrend sich die SPD trotz ihrerdeutlich schwindenden Hausmacht in etlichen L&amp;auml;ndern - diesp&amp;auml;testens seit der nordrhein-westf&amp;auml;lischen Wahl dramatischeAusma&amp;szlig;e erhalten hat - in Phlegmatismus ergeht. Die W&amp;auml;hlergoutieren das alles nicht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Es sieht nach G&amp;ouml;tterd&amp;auml;mmerung f&amp;uuml;r die beidengro&amp;szlig;en Parteien aus, weil keine eine eigene Mehrheit f&amp;uuml;rsich erwarten kann, der Zusammenschluss aber auch frustriert. Union undSPD kommen in Umfragen zusammen auf kaum mehr als 60 Prozent. Alleanderen w&amp;auml;hlen neoliberal, gr&amp;uuml;n, links - oder eine der vielenso genannten Splitterparteien, die bei den j&amp;uuml;ngsten Wahlen inBerlin auf &amp;uuml;ber 13 Prozent der Stimmen kamen. Noch dramatischersieht es aus, ber&amp;uuml;cksichtigt man die Nichtw&amp;auml;hler.Tats&amp;auml;chlich repr&amp;auml;sentiert die &quot;gro&amp;szlig;e Koalition&quot; inMecklenburg-Vorpommern nur gut ein Drittel der wahlberechtigtenBev&amp;ouml;lkerung. Unbeirrt aber vertreten Union und SPD den Anspruch,besser zu wissen als die W&amp;auml;hler, wo es langgehen soll. In Hamburghat die CDU k&amp;uuml;rzlich die per Volksentscheid eingef&amp;uuml;hrteM&amp;ouml;glichkeit zur&amp;uuml;ckgenommen, zu kumulieren und zupanaschieren, also: konkret zu entscheiden, wer in derB&amp;uuml;rgerschaft vertreten sein soll, statt die von den Parteienaufgestellten Listen &quot;von oben herunter&quot; w&amp;auml;hlen zu m&amp;uuml;ssen.Daf&amp;uuml;r wurde die CDU, die in der Hansestadt derzeit mit absoluterMehrheit regiert, sogar aus den eigenen Reihen kritisiert. DerB&amp;uuml;rger als unm&amp;uuml;ndiges Wesen, der einfach nicht verstandenhat, was gut f&amp;uuml;r ihn ist. Mit dieser anma&amp;szlig;endenWahlrechts&amp;auml;nderung wird sich vermutlich noch das HamburgerVerfassungsgericht befassen m&amp;uuml;ssen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;All dies sind Symptome einer Ver&amp;auml;nderung politischerPr&amp;auml;ferenzen. Fr&amp;uuml;her waren Systementscheidungen gefragt:Sozialdemokratie versus rheinischem Kapitalismus, jeweils mitgr&amp;uuml;nen oder ordoliberalen Nuancen. Seit der Kapitalismus einfach&amp;uuml;briggeblieben ist und das Abschmelzen der Polkappen allenfallszum Wechsel des Stromanbieters f&amp;uuml;hrt, ist die Beliebigkeitgr&amp;ouml;&amp;szlig;er und die Bindung an die Volksparteien kleinergeworden. Union und SPD, denen traditionell die Aufgabe zufiel, dieRichtung der Regierung zu bestimmen, haben sich zwangsgeehelicht unddamit ihren nat&amp;uuml;rlichen Feind verloren. Die Folge: Desinteresseder W&amp;auml;hler an der Politik, weil sie nicht mehr zwischenAlternativen w&amp;auml;hlen k&amp;ouml;nnen, sondern stets die fadeKonsenssuppe ausl&amp;ouml;ffeln m&amp;uuml;ssen. Die Wahl zwischenAlternativen zu haben, belebt aber das demokratische Gesch&amp;auml;ft.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein Ausweg aus der Misere scheint f&amp;uuml;r diejenigen, die sich stabileVerh&amp;auml;ltnisse w&amp;uuml;nschen, die Ver&amp;auml;nderung des Wahlrechts zusein. W&amp;auml;hrend beim Verh&amp;auml;ltniswahlrecht die insgesamtenStimmenverh&amp;auml;ltnisse &amp;uuml;ber die St&amp;auml;rke der Fraktionenentscheiden - so wie bei uns zur Zeit -, schickt das Mehrheitswahlrechtnur den in einem Wahlkreis relativ erfolgreichsten Bewerber insParlament. Auch in Deutschland k&amp;ouml;nnte das Mehrheitswahlrecht, wiees etwa in Gro&amp;szlig;britannien gilt, eingef&amp;uuml;hrt werden. Derma&amp;szlig;gebliche Artikel 38 des Grundgesetzes &amp;uuml;berl&amp;auml;sst esdem einfachen Gesetzgeber, zu bestimmen, nach welchem Verfahren derBundestag gew&amp;auml;hlt wird. Das Bundeswahlgesetz k&amp;ouml;nnte dahertheoretisch jederzeit ge&amp;auml;ndert werden. Tats&amp;auml;chlich ist dasnur in einer gro&amp;szlig;en Koalition machbar: Ein kleinererKoalitionspartner w&amp;uuml;rde sich damit ab der n&amp;auml;chsten Wahl ausdem Parlament schie&amp;szlig;en. In der gro&amp;szlig;en Koalition von 1966bis 1969 gab es schon einmal den Versuch, das Mehrheitswahlrechteinzuf&amp;uuml;hren - allerdings sprangen die Sozialdemokraten kurzfristigab, um sich die M&amp;ouml;glichkeit einer sozialliberalen Koalition nichtzu verbauen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Es h&amp;auml;tte einige Vorteile, das Mehrheitswahlrecht. Die absoluteMehrheit einer politischen Hauptstr&amp;ouml;mung wird sehr vielwahrscheinlicher, die W&amp;auml;hler k&amp;ouml;nnten Regierungen wirklichabw&amp;auml;hlen, statt nur die Koalitionspartner zu verschieben - und dieBindung der Abgeordneten an die W&amp;auml;hler w&amp;uuml;rde erh&amp;ouml;ht, daniemand mehr &amp;uuml;ber lediglich parteiintern aufgestellte Landeslistenin den Bundestag gelangen k&amp;ouml;nnte. Andererseits zementiert dasMehrheitswahlrecht die Parteienlandschaft, weil neue Parteien kaum eineChance haben, Direktmandate zu erringen. Zudem m&amp;uuml;ssten dieVolksparteien noch mehr als ohnehin schon um die Mitte werben, weilhier die Wahl entschieden wird, und k&amp;ouml;nnten politische Ansichtenjenseits des Mainstreams vernachl&amp;auml;ssigen. Die Vertreter von FDP,Gr&amp;uuml;nen und Linkspartei, aber auch der NPD m&amp;uuml;ssten f&amp;uuml;reine parlamentarische Pr&amp;auml;senz ihre Auffassungen dann in Union undSPD durchsetzen. Vor allem aber droht die Gefahr, dass die grobeRichtungsentscheidung der W&amp;auml;hler nicht abgebildet wird:W&amp;uuml;rden etwa in einem Berliner Wahlkreis 30 Prozent f&amp;uuml;r denCDU-Kandidaten, 28 Prozent f&amp;uuml;r den der SPD, 15 Prozent f&amp;uuml;rden Gr&amp;uuml;nen und 15 Prozent f&amp;uuml;r den Linken stimmen, w&amp;uuml;rdeder CDU-Kandidat in den Bundestag einziehen, w&amp;auml;hrend die anderenStimmen verfielen. Ein Garant f&amp;uuml;r hohes Interesse ist dasMehrheitswahlrecht zudem nicht: An der letzten britischen Unterhauswahlnahmen nur gut 60 Prozent der Wahlberechtigten teil.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und knapp kann es auch beim Mehrheitswahlrecht werden. H&amp;auml;tten imSeptember 2005 nur die Erststimmen &amp;uuml;ber die Besetzung desBundestages entschieden, stellte die Union 150 Abgeordnete, die SPD145, die Linkspartei 3 und Hans-Christian Str&amp;ouml;bele vertr&amp;auml;tedie Gr&amp;uuml;nen im Parlament. Eine Mehrheit von einer Stimme f&amp;uuml;rAngela Merkel. Keine sch&amp;ouml;nen Aussichten zum Durchregieren. Diegew&amp;uuml;nschte Stabilit&amp;auml;t k&amp;auml;me besser von innen heraus - undaus dem Vertrauen der W&amp;auml;hler in eine f&amp;uuml;hrungsstarke Politik,die deren Interessen wahrt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sebastian Lovens&lt;br&gt;&lt;br&gt;(aus dem &lt;a href=&quot;http://www.freitag.de&quot;&gt;Freitag&lt;/a&gt; von gestern)&lt;br&gt;&lt;/div&gt;</description>			<guid>http://radio.weblogs.com/0134748/2006/10/21.html#a240</guid>			<pubDate>Sat, 21 Oct 2006 12:50:30 GMT</pubDate>			<category>Politik</category>			<comments>http://radiocomments2.userland.com/comments?u=134748&amp;amp;p=240&amp;amp;link=http%3A%2F%2Fradio.weblogs.com%2F0134748%2F2006%2F10%2F21.html%23a240</comments>			</item>		</channel>	</rss>